• A1 United

"Bei A1 gibt es keine Kündigungen!"

...tituliert FSCG stets ihre "Erfolgsstory".

Wie aber sieht die Wahrheit aus?


Ein aktueller Fall zeigt uns, wie mit der Absicht eine Kündigung auszusprechen, tatsächlich umgegangen wird.


Nach schriftlicher Bekanntgabe der beabsichtigten Kündigung seitens A1, wurde die entsprechende Sitzung des zuständigen Personalvertretungsorganes einberufen.


Wir haben umgehend nach Erhalt der Kündigungsabsicht mit dem betroffenen Kollegen Kontakt aufgenommen, um die Situation gemeinsam zu bewältigen und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Erschreckend war für uns, dass wir die einzige Fraktion waren, die an der Situation des Kollegen ernsthaftes Interesse hatte.


„Du kannst dich jederzeit an die Arbeiterkammer wenden“ klingt prinzipiell gut. Nicht jedoch, wenn es dir in einem Gespräch mit HR von (d)einem FSG-Personalvertreter gesagt wird – das teilte uns der betroffene Kollege zur Vorgeschichte mit.

Anscheinend bestand aufgrund der Stellungnahme seitens HR kein weiteres Interesse mit dem Kollegen in Kontakt zu treten. Festhalten möchten wir an dieser Stelle, dass es sich um eine Altersbedingte Kündigung handelte – JA – unsere Firma hat einen angestellten Kollegen des Alters wegen gekündigt!

„Leider war das bis dato der einzige Kontakt mit einem Personalvertreter in dieser Causa“ so der Kollege weiter.

Abgesehen von der im Titel bereits erwähnten Mär, sollte die Personalvertretung immer im Sinne der Belegschaft entscheiden und auch entsprechend Beschlüsse fassen. Unsere PV-Kolleg:innen kannten sich mit dem Thema entweder nicht aus oder wollten sich damit einfach nicht befassen.


Long Story short - Der Kündigung wurde, mit der Gegenstimme von A1 United zugestimmt!


Glück im Unglück

Eigentlich wurde dem betroffenen Kollegen, durch die Zustimmung zur Kündigung, jegliches Rechtsmittel gegen diese vor dem Arbeits- und Sozialgericht genommen.

Glücklicherweise gab es jedoch mehrere Unstimmigkeiten im Kündigungsverfahren die eine Kündigungsanfechtung dennoch erlaubten.


Durch die Anfechtung wurde dem Kollegen die Möglichkeit gegeben, sich vor Gericht gegen die Kündigung zu wehren und seiner Stimme Gehör zu verschaffen. Nach erneuter Abwägung seitens A1 wurde dem Kollegen ein verbessertes Angebot zur Auflösung des Dienstverhältnisses unterbreitet und beide Parteien konnten sich einvernehmlich einigen.


Der Mitarbeiter hat sich nichts zu Schulden kommen lassen – so einer Kündigung stimmt man als Personalvertretung einfach nicht zu liebe FSCG-Kolleg:innen!


Dieser Fall zeigt leider erneut auf, wie in der Personalvertretung tatsächlich gearbeitet wird. Stümperhaft bei den Formalitäten und nicht im Sinne der ArbeitnehmerInnen!

Hauptsache die eigenen Schäfchen sind im Trockenen, der Mitarbeiter kommt an zweiter oder gar dritter Stelle.