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Kaviar für die Aktionäre, Butterbrot für die Belegschaft


Telekom Holding Betriebsrat spricht sich gegen eine Dividendenerhöhung für das Geschäftsjahr 2019 aus.


Wien, 30. Jänner 2020 (OTS) - Die A1 Telekom Austria Group hat heute in einer Aussendung bekannt gegeben, dass der Vorstand der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von 0,23 EUR pro Aktie, vorbehaltlich der Genehmigung des Aufsichtsrats, vorschlagen wird. Begründet wird diese Entscheidung mit einer verbesserten operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der A1 Telekom Austria Group.

Der Betriebsrat lehnt diesen Vorschlag ab und spricht sich klar gegen eine Dividendenerhöhung aus. Die Erhöhung von bisher 0,21 auf 0,23 EUR je Aktie würde eine Steigerung der Ausschüttung von 9,52 % bedeuten. Scharfe Kritik zum Vorschlag des Vorstands kommt vom Telekom Holding Betriebsrat Alexander Sollak: „Der Vorstand initiiert im Auftrag der Eigentümer ein Kosteneinsparungs- und Personalrestrukturierungsprogramm nach dem anderen. Es gibt laufend massive Einschnitte bei der Belegschaft. Bei den kürzlich abgeschlossenen Kollektivvertragsverhandlungen für 2020 hat man die Mitarbeiter, mit dem Hinweis auf den Kostendruck, mit einer bescheidenen KV-Erhöhung von + 2,2 % abgespeist. Wenn es aber um die Aktionäre geht, ist es kein Problem, die Dividende um 9,52 % zu erhöhen und somit mehr als 152 Mio. EUR auszuschütten.“


Holding Betriebsrat Sollak weist darauf hin, dass es auf Grund der Digitalisierung verstärkt notwendig ist, in das Unternehmen und die Ausbildung der Mitarbeiter zu investieren. Dazu kommen noch die enormen Kosten im Zuge der anstehenden 5G-Frequenzversteigerung und die hohen Investitionen in den Ausbau des 5G-Netzes in Österreich. In dieser Phase die Dividenden zu erhöhen und mehr als 152 Mio. EUR an die Aktionäre auszuschütten, und somit dem Unternehmen wichtige Finanzmittel zu entziehen, ist aus Sicht des Betriebsrats einfach nur verantwortungslos und daher klar abzulehnen.