• A1 United Redaktion

1A Filet(iert) - Der feine Aufschnitt unseres Unternehmens



Unsere Sicht zur Outsourcing Journey der A1 – besser bekannt als „Fit4Future“

mk Logistik – Warum anständig nach dem Telekom KV bezahlen?


Beginnen wir im Jahr 2009. Damals wurde der Logistikbereich der Mobilkom ausgegliedert. Wer waren damals die Verantwortlichen Personalvertreter? Dieselben wie heute. Wie sind heute die Arbeitsbedingungen? Abgesehen vom niedrigen Grundgehalt der Logistikbranche sind viele der Arbeitsumstände kurz gesagt, erschütternd. Im Jahr 2019 fand sich eine engagierte Truppe innerhalb der mk Logistik, welche die Arbeitsbedingungen durch die aktive Einbindung der Belegschaft verbessern wollten. Zusammen mit A1 United, setzten die Kolleg:innen alle notwendigen Schritte einen Betriebsrat zu gründen. Nach knapp 20 Jahren Desinteresse an den Kolleg:innen der mk Logistik war die FSG plötzlich vor Ort. Grundsätzlich ein gutes Zeichen, nicht jedoch in diesem Fall. Gemeinsam mit der Geschäftsführung wurden die Kolleg:innen mit fadenscheinigen Argumenten unter Druck gesetzt um die Wahl einer eigenständigen Interessenvertretung zu verhindern. In Aussicht wurde eine Abhaltung der Wahl für März des Folgejahres (2020) gestellt. So ein vorgehen muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Der Zentralausschuss der A1 verhindert gemeinsam mit der Unternehmensleitung der mk Logistik bei dem ersten Besuch in Hagenbrunn die Betriebsratswahl.



A1 Digital – Gute Idee, mit fragwürdiger Umsetzung!


Die große Frage die sich stellt – warum musste ein eigenes Unternehmen, mit all den damit verbundenen Aufwand und Doppelgleisigkeiten in der Unternehmenststruktur gegründet werden? Bereits in der Planungsphase des Projektes „A1 Digital“ wurde die KV-Flucht von uns scharf kritisiert. Ein koordinatives Team in der Holding mit den operativen Einheiten in den OPCOS wäre aus unserer Sicht mehr als ausreichend, wirtschaftlicher und bessere zu koordinieren gewesen.

Positiv hervorheben muss man, dass die Kolleg:innen der A1 Digital, dank dem intensiven Einsatz von Alexander Sollak und der gesamten Holding-Personalvertretung, einen Betriebsrat gründen konnten und dadurch ein Rückkehrrecht in die Ursprungsfirma (Holding) haben.



wedify – Alles prekär, außer den Anstellungsverhältnissen des Managements!


Wie alle Berichten trifft die Pandemie zuerst die schwächsten der Gesellschaft – in unserem Fall sind es unsere Kolleg:innen in einem Leasingverhältnis!

Das Unternehmen wedify ist aktuell das beste Beispiel, wie es um die Wertschätzung unserer Leasingkräfte steht. Anstatt die Kolleg:innen in ein ordentliches Dienstverhältnis zu übernehmen, wird eine Tochtergesellschaft gegründet, welche nicht unserem Kollektivvertrag unterliegt (welch Überraschung!). Plötzlich sinkt das Gehalt eines Call Agent an der Serviceline um satte € 600,-/Monat (Brutto)! Von sozialen Leistungen wie bei A1 Sozial fehlt jegliche Spur. Dies spiegelt sich auch in der Fluktuation wieder. Manche Kolleg:innen sind nicht einmal lange genug dabei, um vollumfänglich eingeschult werden zu können.



A1now TV – Wir machen Fernsehen!?


Du wusstest nicht, dass es dieses Unternehmen gibt? Kein Wunder, wurde die Tatsache der Gründung so gut es geht unter Verschluss gehalten. Auch wir wissen kaum etwas über dieses Unternehmen. Eines lässt sich sagen – auch hier verliert unser Kollektivvertrag seine Gültigkeit, mit all seinen negativen Auswirkungen. Ausschreibungen der A1now TV werden direkt am öffentlichen Arbeitsmarkt getätigt und wir bei A1 bauen weiterhin jedes Jahr Hundertschaften ab – wo bleibt hier die Verantwortung des Unternehmens oder die so oft geforderte Personalentwicklung!?



A1 Towers Austria – Start des Ausverkaufs unserer Infrastruktur.


Da es gerade en vogue ist seine Infrastruktur zu veräußern, darf A1 diesen tollen Trend natürlich nicht verpassen. Ungeachtet dessen, dass noch nicht feststeht wohin die Reise geht, ist das Wichtigste, dass wir unterwegs sind.

Gerade hier hätte man noch den nötigen Gestaltungsspielraum seitens Personalvertretung um die Kolleg:innen vor den negativen Auswirkungen der Veräußerung zu bewahren. Allen voran muss auch hier ein Rückkehrrecht in die A1 für alle betroffenen Kolleg:innen geregelt werden!



Fit4Future – Wo finde ich die billigsten Arbeitskräfte?


Ganz neu an Bord ist das Projekt Fit4Future. Offiziell zielt das Projekt darauf ab, Skills innerhalb des Unternehmens zu fokussieren. In Wirklichkeit werden Tätigkeiten, wo möglich, in Niedriglohnländer innerhalb der Group verschoben. Bekannt ist dieses Vorgehen auch als Nearshoring. Warum das Kind nicht einfach beim Namen nennen, anstatt die Wahrheit hinter tollen Begriffen zu verstecken?



Eine große Gemeinsamkeit haben all diese Maßnahmen, es sind massive Verschlechterungen für alle betroffenen Kolleg:innen. Die Personalvertreter:innen, die seit jeher in der Verantwortung stehen, haben dieses Vorgehen entweder ignoriert, stillschweigend hingenommen oder sogar noch gutgeheißen.





Liebe FSCG,


Wacht endlich aus eurem Dornröschenschlaf auf und kümmert euch um die Anliegen und Interessen aller Kolleg:innen!